St. Georg Kirche in Neustadt

Beim großen Brand von Neustadt, am 10. Sept. 1678, brannte auch die Kirche vollständig ab. Alles Inventar einschließlich Orgel und Glocken ging dabei verloren.

Etwa 1686 wurde der Wiederaufbau der Kirche in Angriff genommen, und 1693 konnte der erste Gottesdienst in der noch halbfertigen Kirche gehalten werden. Der aus großen heimischen Porphyritsteinen errichtete Bau hat seit damals nur wenige Veränderungen erfahren. Seinen heutigen hohen Helm hat der Turm allerdings erst 1871 bekommen, damals noch mit 4 Ecktürmchen verziert, die bei seiner Neueindeckung 1972 aber entfernt wurden.

Spender sorgten für die neue Ausstattung der Kirche. So stiftete der Graf von Stolberg im Jahr 1698 zwei neue Glocken, die in Nordhausen von dem Glockengießer Geyer gegossen wurden, und Frau Christiane Elisabeth von Gladebeck 1705/1706 den barocken Kanzelaltar, der heute noch den Kirchenraum schmückt. (Von den beiden Glocken wurde die kleinere in 1. Weltkrieg für Rüstungszwecke eingeschmolzen, die große aber nach dem 2. Weltkrieg beschädigt aus Hamburg zurückgeführt und in der Glockengießerei in Apolda eingeschmolzen und in alter Form neu gegossen.)

Der gräfliche Amtsverwalter Günther ließ es sich nicht nehmen, im Jahre 1706 der Kirche zwei (!) Taufengel zu schenken, ein Doppelgeschenk, das Rätsel aufgibt. Leider ist über den Verbleib dieser Engel nichts bekannt. Wurden sie „entsorgt“, als ihre Nutzung im 19 Jahrhundert aus der Mode gekommen war? Der nun in Sankt Georg hängende barocke Taufengel stammt aus Schwanebeck, von wo er 1960 den Weg nach Neustadt fand, restauriert und aufgehängt wurde und jetzt ein Schmuckstück des Innenraums ist. Heute jedenfalls wird die Taufe gerne wieder am Taufengel vollzogen, der dazu herunter gelassen werden kann.

An den Kosten für eine Ausstattung der Kirche mit einer Orgel wurden im Nov. 1710 in einer öffentlichen Spendenaktion alle Bürger beteiligt, den Rest der Kosten trugen die Ratskasse und die Kirchenkasse je zur Hälfte. Am 21. Nov. 1712 fand die feierliche Einweihung der neuen Orgel des Orgelbaumeisters Papenius aus Stolberg hier statt. Sie hat die Zeiten nicht überlebt.
Heute erklingt bei Gottesdiensten und Konzerten eine 1876 vollendete Orgel des großen mitteldeutschen Orgelbaumeisters Friedrich Ladegast. Er hatte sie im Auftrag eines reichen Mäzens für die Kirche des kleinen Städtchens Eythra im Süden von Leipzig gebaut, aber Ort und Kirche gibt es heute nicht mehr, sie sind dem Braunkohletagebau zum Opfer gefallen. So kam die kostbare Orgel mit ihren 17 Registern auf zwei Manualen und Pedal nach Neustadt und wurde hier am 1. Sept. 1985 eingeweiht.


Evangelische Kirche St. Julian in Osterode

Die Evangelische Kirche St. Julian in Osterode ist ein schlichte barocke Chorturmkirche, d.h., der Turm steht ungewöhnlicher Weise über dem Chor der Kirche im Osten. Sie besteht aus teilweise verputzten Bruchsteinen. Im quadratischen Turm stecken noch Teile eines Wehrturmes aus dem 13. Jahrhundert. Das Kirchenschiff wurde 1759 an Stelle einer kleineren Kapelle an der Turm angebaut und der Turm mit einem Fachwerkaufsatz und  Krüppelwalmdach überhöht.
Im Inneren befindet sich ein Altarrentabel von 1697 mit Teilen eines geschnitzten gotischen Flügelaltars: Maria mit Kind und vier Heilige. Der achteckige Taufstein stammt aus romanischer Zeit.
 
Evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Osterode
Neanderplatz 1
99768 Harztor
Tel: 036 331 46 372
E-Mail: kirche-ilfeld@t-online.de 
Internet: www.ev-kirchenkreis-suedharz.de

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