Der Dichter Hermann Löns im Südharz

Es ist unumstritten, dass die Lüneburger Heide der Lieblingsaufenthalt des am 29. August 1866 in Kulm an der Weichsel geborenen Dichters Hermann Löns war. So wunderte es auch nicht, dass die meisten seiner Werke, wie z.B. "Der Wehrwolf", "Der letzte Hansbur" oder "Dahinten in der Heide" in diese schöne Landschaft führen. Aber auch der Südharz spielte im Leben des Dichters, Naturforschers und Heimatfreundes eine besondere Rolle. Es begann sicher mit seiner zweiten, aus Barbis stammenden Ehefrau Lisa Hausmann, die ihn in den schönen Südharz zog. Wie sehr ihn die Landschaft um die Burgruine Scharzfeld, die alte Steinkirche und die Einhornhöhle fesselten, entnimmt man am besten seiner Erzählung "Ein Sommertag im Südharz". Von Barbis oder Scharzfeld aus entdeckte Hermann Löns dann auch im Jahre 1908 den Luftkurort Neustadt unter dem Hohnstein, wo die Familie Kronberg seit 1885 ein Sanatorium betrieb. Der naturverbundene Stil dieses Sanatoriums mit Luft-, Licht- und Sonnenbädern, vegetarischer Küche und die Unterbringung der Gäste mitten in der Natur mag auf Hermann Löns besonders anziehend gewirkt haben. Er kam allerdings als schwer kranker Mann in das Südharzsanatorium und befand sich in der tiefsten Krise seines Lebens. Das Wissen um ein unheilbar krankes Kind, ein unbefriedigendes Berufsleben als Redakteur in Bückeburg, eine weitere unglückliche Ehe und unerfüllbare außereheliche Liebe brachten ihn an den Rand des psychischen Abgrundes. Für den Erfolg der Kur in dem alkohol- und nikotinfreien Sanatorium spricht das Vorhaben, 1909 eine solche zu wiederholen. Dazu dürfte es aber nicht gekommen sein, denn erst 1913 bewirbt sich Löns um eine erneute Kur im Zeitraum Juli/August.Vermutlich aus Termingründen hat sich aber auch dieses Vorhaben zerschlagen und der Dichter entschied sich, wie heute bekannt, für Bad Zwischenahn. Trotzdem hat sich zwischen dem Dichter und der Familie Kronberg eine herzliche Freundschaft entwickelt. Der Aufenthalt des Dichters in Neustadt veranlasste den Harzklub und die Bürger des Ortes schließlich, dem am 26. September 1914 in Frankreich gefallenen Dichter Hermann Löns im Jahre 1928 bei einem großen Volksfest und der Einweihung des Kurparkes einen Gedenkstein zu setzen. Diesem Beispiel folgte im Jahre 1938 die Stadt Bad Sachsa, wobei auch hier die Initiative von der Familie Kronberg ausging. Ab 20. Juni 1992 trägt nun der rekonstruierte Kurpark in Neustadt/ Südharz den Namen Lönspark.

Das wird nicht nur die Lönsfreunde an die Liebe des Dichters zum schönen Südharz und seinen Aufenthalt in Neustadt erinnern.

HÖRET

Es gibt nicht Totes auf der Welt,
Hat alles sein` Verstand.
Es lebt das öde Felsenriff,
Es lebt der dürre Sand.

Lass deine Augen offen sein
Geschlossen seinen Mund
Und wandle still, so werden dir
Geheime Dinge kund.

Dann weißt du, was der Rabe ruft
Und was die Eule singt,
Aus jeden Wesens Stimme dir
Ein lieber Gruß erklingt.

Hermann Löns

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