„Vita“ von Rupert Ströbele


Am 05.01.1922 als Sohn des Gutsinspektors Rupert Ströbele und seiner Ehefrau Emma in Nordhausen Klinik Dr. Prost, Riemannstraße geboren. Besuch der Volksschule in Neustadt. Mit 10 Jahren Übergang zum Realgymnasium in Nordhausen und mit 15 Jahren Wechsel an die Oberschule in Heiligenstadt. Im Sommer 1940 Einberufung zum Reichsarbeitsdienst und damit quasi Notabitur. Im Oktober 1940 zum Heer eingezogen. Kriegsdienst auf dem Balkan.

Mit Malaria und als Leutnant am 08. Mai 1945 in jugoslawische Gefangenschaft gekommen. Die letzten 2 Jahre bis 1949 als „Zaroblenik-Kumpel“ im Kupferbergwerk Borskyrüdnik.

Über Pirna im Februar 1949 aus Gefangenschaft entlassen, für 4 Wochen in Neustadt, lernte er seine spätere Frau Ruthkennen. Danach war er landwirtschaftlicher Lehrling auf dem Hof seines Onkels an der Bergstraße (Hessen). Danach war er 1 Jahr bis Juli 1950 weiter als Lehrling auf der Staatsdomäne Ochsenhausen.
Im Juli 1950 Übertritt in die DDR nach Neustadt. Eingestellt als Lagerist und Außenstellenleiter bei der Dorfgenossenschaft Neustadt, später BHG Niedersachswerfen. Am 24. Oktober 1950 heiratet er seine Frau Ruth geb. Rüdiger. 1952 und 1959 werden 2 Söhne geboren. Der Ältere wird Diplomingenieur poligraph Maschinenbau. Der Jüngste Lehrer und stellvertretender Schuldirektor. Seine Frau Ruth ist Sachbearbeiterin für Finanzen und Standesbeamtin in Neustadt. Alle drei haben diese Position erreicht ohne Mitglied der SED zu sein! Nach wiederholten Aufforderungen zum Eintritt in die SED tritt er der DBD (Demokratische Bauernpartei Deutschlands) bei und wird in die Gemeindevertretung gewählt. Vorsitzender der Kommission Handel und Versorgung.

Das Waldbad wird gebaut. Ströbele beteiligt sich am Bau im N.A.W. (Nationales Aufbauwerk) und erhält für 250 Stunden unentgeltlichen Einsatz die „Goldenen Aufbaunadel“. Von 1954 bis 1959 absolviert er in Halle ein Fernstudium mit dem Abschluss als staatlich geprüfter Landwirt (Agraringenieur). Beruflich ist Ströbele im Rahmen der Tierzucht im Kreislandwirtschaftsrat, im Molkereikombinat und im VEB Tierzucht Erfurt tätig. Ständiger Arbeitseinsatz im NAW beim Bau der Kaufhalle. Ab 1987 als Rentner betätigt er sich zusammen mit Helmut Bernhard beim Instandsetzen der Wander- und Spazierwege. Baut und repariert Bänke und hält die Wasserläufe im Ort in Ordnung. Mit der „Wende“ beginnt für Ströbele eine neue aktive Zeit vor allem im Harzklub, den er mit Adolf Gerlach in Neustadt wiedergründet. Er wird bei der Wiedergründung zum 1. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Das Triumvirat Gerlach, Ströbele, Wehling führt den Zweigverein zu großen Erfolgen. Ströbele ist mit Hauptinitiator und auch Miterbauer des Grillplatz „Zapfkuhle“. Er legt maßgeblich Standort und Beschriftungsinhalt der rund 550 Wandwegschilder fest und bringt diese mit seinen Freunden Adolf Gerlach und Heinz Schütze an.

Zusammen mit seinem Vereinskameraden Helmut Mund führt er nun die ständigen Wanderungen und Ortsbegehungen für die Kurgäste im Auftrag der Kurverwaltung einige Jahre ohne Bezahlung durch. Der Erlös geht in den Harzklub. In der Forstgenossenschaft 102 überarbeitet er nach der Wende das Statut entsprechend der neuen Verhältnisse.

Er wird Mitglied der I.G. Burg Hohnstein, nachdem er schon vorher den „Stammtisch Heimatgeschichte“ dieser I.G. mit gegründet hatte. Nun beginnt seine umfangreiche Arbeit in der Heimatgeschichtsforschung. In Gemeinschaft mit seinen Geschichtsfreunden Fritz Hoffmann und Ulrich Hering erforscht rt kontinuierlich im Archiv Werningerode die Geschichte Neustadts. So entsteht eine Vortragsreihe von über 15 Themen, die schriftlich niedergelegt sind und in den bisher 2 Heften zur Geschichte Neustadts zum Teil veröffentlicht wurden. Der theoretische Inhalt und das Begleitheft für den „Naturlehrpfad“ wurden von ihm zum grüßten Teil erstellt. Desgleichen das „Natürliche Arboretum“ an der Frauenruhwiese.

Das Baumkataster für das Umfeld von Neustadt wurde von ihm überarbeitet. Dem Andenken an Revierförster Ernst Gölitz widmet er sich besonders. Hauptsächlich durch sein Mitwirken werden für Gölitz am „Knick“ und auf dem „Hohnstein“ Gedenksteine errichtet. Er ist Mitglied des Lönskreises und des „Landseniorenverbandes“ und Mitarbeiter des „Heimatbund Thüringen“. Für seine nachhaltig wirkenden Arbeiten im Harzklub wurde er mit der „Ehrennadel in Gold“ geehrt und vom Zweigverein wurde ihm die „Ehrenmitgliedschaft“ angetragen. Auch die Interessengemeinschaft Burg Hohnstein, Neustädter Geschichtsverein ernennt ihn zum Ehrenmitglied. In Würdigung seiner Verdienste um seinen Heimatort Neustadt, wird er im November 2007 zum Ehrenbürger ernannt.

R.S.

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