Das "Alte Tor"

Es wurde etwa 1450 erbaut und war das Haupttor des "Marktflecken" Neustadt. Es gab noch das Klingentor in Höhe der jetzigen Grundstücke Appenrodt und Steinecke in der Badestraße. Dieses Tor ist wahrscheinlich beim großen Brand 1678 zerstört worden und wurde nicht wieder aufgebaut. Auch der Sachwerkaufbau des "Alten Tor" ging bei diesem Brand verloren, wurde aber bald wieder aufgesetzt. Das Tor sperrt also den Zugang zum "Marktflecken" in der Südflanke des Ortes. Den Titel "Marktflecken" erhielt Neustadt 1485 mit den wichtigsten Stadtrechten 1485 vom Grafen zu Stolberg. Beiderseits des Tores begann nach kurzen Mauerstücken der weitere Schutz des Fleckens durch Teiche, Wälle, Palisaden (Planken) und Heckenwälle. Die Lage des Tores wurde so festgelegt, dass man von Hohenstein genau in die Torstraße blicken und somit das Tor genau beobachten konnte. Bis Mitte diesen Jahrhunderts (1950) war es ein ungeschriebenes Gesetz, dass jeder verstorbene Bürger Neustadts durchs "Alte Tor" zum Friedhof getragen oder gefahren wurde. Auf dem Tor wohnte in den letzten zwei Jahrhunderten der Nachtwächter, der die Aufgabe hatte, nachts an bestimmten Stellen des Ortes durch Blasen ins Horn und Ausrufen jeweils die volle Stunde anzuzeigen. Der letzte dieser Zunft war "Schorsch" Liebau. Er starb in den 40er Jahren. Das Blasen und Ausrufen der Nachtstunden endete bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Nach 1945 dienten die Räumlichkeiten auf dem Tor einer Flüchtlingsfamilie noch einige Jahre als Unterkunft. Durch die Initiative junger Neustädter Bürger begann bereits 1988 die Rekonstruktion des Oberhauses zunächst mit dem Dach. Danach wurden die Arbeiten durch eine Baufirma weitergeführt und mit der baulichen Fertigstellung des gesamten Oberhauses beendet. Durch Zurverfügungstellung der erforderlichen Gelder vom Denkmalschutz und der Reddersen- Stiftung des Harzklubs wurde dies ermöglicht. In den 90er Jahren wurde der Treppenaufgang auf Veranlassung des Gemeinderates durch den Zimmermeister Oskar Kählert erneuert. Seit 1998 ist der Harzklubzweigverein Neustadt/ Osterode tätig, um die Räumlichkeiten auf dem "Alten Tor" in einer Heimatstube mit musealem Charakter auszugestalten.

Spenden dafür gingen ein: In der Redderstiftung, Gemeinde Neustadt, Kreissparkasse Nordhausen

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