Route 3

Historische Burgenwanderung
Ruine Hohnstein - Ebersburg - Heinrichsburg

Streckenlänge: 13 km

Höhendifferenz: ca. 145 m

Markierung Viereckige Wegschilder des Harzerklubs

 

Diese Wanderung dürfte zu den interessantesten des gesamten Harzgebietes zählen, berührt sie doch 9 mittelalterliche Burganlagen, die in dem Zeitraum von 350 v. Chr. Bis in das 12. Jahrh. Entstanden sind. Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Eingang des Luftkurortes. Zunächst führt der Weg durch das "Alte Tor" (etwa 15. Jahrh.), welches ursprünglich die Südflanke des Marktfleckens sichert, heute über eine Heimatstube verfügt, die vom Harzklubzweigverein eingerichtet wurde. Das historische Zentrum ist nach wenigen Metern erreicht und besteht aus der Kirche St. Georg(1685), dem Pfarrhaus (1678), dem Ratskeller mit Roland (1730) und einem Ensemble hübscher Fachwerkhäuser. Der weitere Weg führt durch die Burgstraße, an deren anderen Ende liegt das "Neue Schloss"(1744) durch die Stollberger Grafen errichtet. Der Weg verlässt hier die Ortslage und führt am Gondelteich vorbei bei starker Steigung über eine Teilstrecke von knapp 1 km zur Burgruine Hohnstein bei 403 m ü. NN. Die um 1125 entstandene Anlage war fast 300 Jahre Residenz eines mächtigen Grafengeschlechtes, wechselte 1417 in den Besitz der Grafen zu Stolberg und wurde 1627 durch Brandlegung zerstört.

Unter der Verwaltung des heutigen Eigentümers, Landkreis Nordhausen, konnte in den letzten 10 Jahren umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Nach der Besichtigung führt der Weg bei einer Teilstrecke von 2 km über die Frauenruhewiese, am Nordhang des Vaterstein in Richtung Himmelsstieg/ Stolberg. 

Nach dem Kreuzen der "Alten Poststraße" erreicht man das Lange Tal mit dem Krebsbach etwa 1 km unterhalb der Talsperre. 

Diese schmale Asphaltstraße begleitet den Krebsbach talwärts bis zur großen Flachslandwiese. An der nächsten Straßengabelung folgt der Weg der Ausschilderung Sägemühle/Ebersburg auf einer befestigten Straße. 

Nach einer Teilstrecke von 2 km bietet sich die "Sägemühle" für eine Einkehr an. Bis zur Ruine Ebersburg verbleibt bei erheblicher Steigung eine Reststrecke von ca. 1 km. Der gut erhaltene mächtige, etwa 20 m hohe Bergfried dieser Anlage die um 1183 unter dem Landgrafen Hermann von Thüringen entstand, besitzt heute leider keine Treppe mehr, dafür aber noch über 4 m starke Mauern. Die Burg war eine wichtige Bastion des Thüringers an der NO- Flanke seines Herrschaftsgebietes und sollte auch bei der Unterwerfung der Stadt Nordhausen eine Rolle spielen. Nach dem Ableben des letzten Landgrafen kam die Burg in die Hände der Herzöge von Anhalt, die zum Zweck ihrer Eroberung in unmittelbarer Nähe 4 kleine Burgen errichten ließen. 

Der historisch interessierte Wanderer findet damit auf engstem Raum eine Häufung von 6 mittelalterlichen Burgruinen, was für Deutschland fast einmalig ist. 

Ab ende des 15. Jahrh. Blieb die Ebersburg unbewohnt und wurde im Besitz der Grafen zu Stolberg zur Ruine. Der Rückweg nach Neustadt erfolgt im Krebsbachtal aufwärts gut ausgeschildert (Grünes Viereck) bis zur Bungalowsiedlung Gangerfeld. 

Nach dem Überschreiten der ehem., bis heute gut versteinten, Grenze zwischen Hannover uns Sachsen, ist etwa 1 km vor Neustadt noch ein Abstecher zur Heinrichsburg möglich. Die Mauern dieser Anlage sind genauso dürftig wie Kenntnisse ihrer Geschichte. 

Nach der Besichtigung des Wanderstützpunktes des Harzklubs an der Zapfkuhle und des Lönparkes mit Gedenkstein (1928) endet die Wanderung am Ausgangspunkt in Neustadt.

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